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Mit alter analoger Bolex Filmkamera korrekt belichten


Empfohlene BeitrÀge

Geschrieben

Meine Bolex C8 liegt hier vor mir und der D8 Film von Fomapan ist auch eingetroffen. Nun kann es im Prinzip losgehen. Der Fomapan R hat ISO 100. Also die Smartphone-App "Lightmeter" geöffnet und die korrekten 100 ISO voreingestellt. Da ich zunĂ€chst vorhabe, mit den original vorgesehenen, damals ĂŒblichen 16 B/sec zu filmen, macht das doch, wenn ich richtig liege, ungefĂ€hr das doppelte des Kehrwertes dieser 16B/sec, also 1/32, richtig? Da es die nicht gibt, halt 1/30, annĂ€herungsweise.

Nun zu dem, was mir Kopfzerbrechen bereitet: Damals 1954 haben die ja eher mal so ca. mit ASA 25 gearbeitet. Da sind ASA 100 ja schon direkt Highspeed Film im Vergleich ? wenn ich den Lightmeter eben mal so nach draußen halte, kann ich bei 1/30igstel Belichtungszeit  die Blende mal locker flockig bis 16 schließen, wenn ein helleres GebĂ€ude im Bild ist, sogar auf 22! Hier in InnenrĂ€umen komme ich in der dunkelsten Ecke noch auf Blende 4. Das Kern Yvar hat 1:1.8, damit kann ich ja in den Keller gehen und filmen ? Das kommt mir bisschen merkwĂŒrdig vor. Ich werde natĂŒrlich auch Testszenen aufnehmen mit verschiedenen Blendenwerten, aber, mir kommt meine Messung dubios vor. Mache ich einen Denkfehler? (Ich konnte leider nicht ermitteln, welche Sektorenblende die C8 Paillard voreingestellt hat). Einen Hyperfokalpunkt hat die C8 laut Beschriftung mit Blende 8 und 1,5m . Hmmm, ausgehend von 25 ASA? Dann wĂ€ren das bei dem heutigen 100 ASA Material 2(?) Blendenstufen mehr, also 8-11-16. Dann kĂ€me 16 also hin?

Geschrieben

Dass wir heute fĂŒr die Schmalfilmerei eigentlich zu viel Licht haben hast Du richtig erkannt. Aber ob die App fĂŒr das Smartphone richtig misst, kann Dir keiner versprechen. Besser ist es wahrscheinlich, wenn Du mit einem externen Belichtungsmesser arbeitest, aber leider gilt auch hier, dass die meisten dieser MessgerĂ€te 30 Jahre und mehr auf dem Buckel haben und die Messergebnisse unter UmstĂ€nden fraglich sind. Vielleicht hast Du die Möglichkeit, mal mit einer guten Digitalkamera einen Vergleich zu machen zwischen der Smart-Phone App und dem Messwert dieser Kamera in unterschiedlichen Arbeitspunkten?

Und ob die Kamera mit exakt 16 Bildern / sek lÀuft, auch wenn die Feder abgelaufen ist? Am besten nach jeder aufgenommenen Szene wieder nachspannen!

 

Von Vorteil ist natĂŒrlich, dass der Schwarzweiss-Positiv-Film leichte Ungenauigkeiten nicht ĂŒbel nimmt!

 

Dennoch viel Erfolg!

 

Ulrich

Geschrieben

Habe gerade noch mal verglichen mit einem alten Zeiss Ikon Ikophot Belichtungsmesser. Deckt sich genau, gleiche Werte, Blende 16 bei 1/30 ! Also, die App scheint korrekt zu arbeiten.

 

Also, muss man den Spruch umdichten: "Bei Blende Acht, korrekte Belichtung Gute Nacht", oder so Àhnlich ? "Sunny 16 passt allerdings gut.

Geschrieben

Die Paillard-Bolex C 8 hat 170 Grad Öffnung im Verschluß, womit die Belichtungszeit bei Tempo 16 mathematisch 1/33,9 Sekunde ist. Ich wĂŒrde fĂŒr 1/35 s ablesen. Wie Ulrich sagt, spielen mehrere Faktoren hinein. Das Tempo stellst du genauer ein, indem du jeweils ganze AufzĂŒge, deren LĂ€nge du mit totem Film aufs Bild genau bestimmen kannst, ablaufen lĂ€ĂŸt und das Temporad nachstellst, bis der Mechanismus nach der berechneten Zeit anhĂ€lt, z. B. 35 Sekunden (Anzahl transportierter Bilder/16 B./s).

 

Es trifft zu, daß die Meßwerke auf die meistverkauften Filmmaterialien abgestellt waren und die hatten 25 ASA: Agfa-Isopan-Feinkorn-Umkehr, Agfacolor-Umkehr-Tageslicht, Agfacolor-CUK, Ferraniacolor Daylight, Fujicolor Reversal Daylight, Ilfochrome, Kodak Panatomic-X als Negativ, Kodachrome II ab 1961, Kodachrome 25 ab 1974, Orwo UP 15, Perutz-Perkine U 15, Dynacolor und Sears Color Daylight, Tasma CO-22 und der eine oder andere Film, den ich noch nicht auf meiner Liste habe. Es gab aber schon frĂŒh hochempfindliche Filme, z. B. Agfa-Isopan Ultra Speed mit 400 ASA, Du Pont 931 A mit 160 ASA, Ferrania Panchro 37 mit 400 ASA, Gevapan 32 Ultra mit 125 ASA, Kodak Super-XX mit 200 ASA, ab 1954 Kodak Tri-X reversal auch mit 200 ASA, Orwo UP 27 mit 400 ASA und Perutz-Perkine U 27. Die Doppel-8-Filmerei hat sich mit dem ersten Kodachrome als RĂŒckgrat entwickelt, das Material hatte 10 ISO Empfindlichkeit.

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Geschrieben

Die "Bonsai-Bolex" ist jedenfalls im Moment mein Favorit, klein, handlich, liegt klasse in der Hand, leicht, fĂŒr immer dabei und herrlich manuell. Auch, wenn diese N8-GerĂ€te rein von der BildflĂ€che unterlegen sein mĂŒssen, gefĂ€llt mir diese Bolex-Technik, sowohl von der PrĂ€zision, als auch optisch. Eine H8 in DS8 wird momentan bei ebay angeboten. Das ist natĂŒrlich nochmal eine andere Liga, aber dann schon wieder groß und schwer und 1200€ ist natĂŒrlich eine Ansage. Dieser kleine "WĂŒrfel" als DS8 (Umbau?) wĂ€re optimal.

  • Like 2
Geschrieben

Du wirst mittelfristig nicht um einen Graufilter herumkommen, der so etwa 2 Blenden "frisst". Die Filme heute sind ganz generell empfindlicher, damit ist dann schnell die kleinste Blende erreicht, ab ca. 1 Blende zu hell mußt Du m.E. mit sichtbarer Überbelichtung rechnen. Und natĂŒrlich können die meisten der eingebauten, alten Selenbelichtungsmesser keine 100 ASA bei 16B/s (wir hatten hier schon mal eine ausfĂŒhrliche Diskussion zu einer D8L bzw D8LA von Bolex), die Meßwerke sind dafĂŒr oft deutlich zu unempfindlich. Insofern ist ein Handbeli kein Fehler, auch weil die alten Belis oft nicht mehr sehr genau oder zuverlĂ€ssig sind.

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb Helge:

Du wirst mittelfristig nicht um einen Graufilter herumkommen, der so etwa 2 Blenden "frisst". 

 

Wie verhĂ€lt sich das generell mit Filtern fĂŒr SW? Bei meinen Analog Fotoapparaten habe ich im Zweifel bei SW den "immerdrauf" Gelbfilter drauf. Der schluckt wohl meist einen Blendenwert. Kann ich das bei SW-Film genauso handhaben?

Geschrieben

Wenn Du bei S/W-Fotos mit dem "Immerdrauf" Gelb zufrieden warst, spricht erst mal nicht viele gegen die Nutzung bei Film.

Ok, ob 1 Blende nun den Filter lohnt, sei dahingestellt. Der Gelbfilter verĂ€ndert auch die Tonwerte, in freier Natur ist das vielleicht sogar gewĂŒnscht (helleres Gras, kontrastreicherer Himmel), aber vielleicht nicht ĂŒberall. Ich persönlich setze Filter schon etwas gezielter ein.

 

Geschrieben
vor 23 Minuten schrieb Helge:

Ich persönlich setze Filter schon etwas gezielter ein.

 

Mit "immerdrauf" meinte ich im Zweifel ist der Gelbfilter wohl besser, als komplett ohne. Ich habe nicht immer die Zeit, zu wechseln. FĂŒr bessere, dramatische Darstellungen eines Himmels, wĂŒrde ich dann auch z.B. Orange montieren. Aber, oft bleibt ja keine Zeit.

Geschrieben

FĂŒr die alten Doppel 8 Kameras ist es nicht immer leicht, passende Filter zu finden. Die Standard-Durchmesser fĂŒr Filter gab es damals wohl nicht. Vielleicht hast Du aber GlĂŒck und Du hast ein Yvar mit Filtin, da sind ein paar Filter schon eingebaut.

 

Bei eBay wird gerade eins angeboten fĂŒr ein Schweine Geld : https://rover.ebay.com/rover/0/0/0?mpre=https%3A%2F%2Fwww.ebay.de%2Fulk%2Fitm%2F293061684852

 

Ulrich

Geschrieben

Das ist völlig korrekt, aber auf Fotobörsen findet man Filter in allen GewindegrĂ¶ĂŸen.

B+W liefert noch allesmögliche neu, aber erst ab 30,5 mm.

 

Geschrieben

Ich habe das Problem bei einer Carena Zoomex Reflex Variogon. Die geht nur bis Blende 16 und letztes Wochenende hĂ€tte ich mehrmals mindestens Blende 22, wenn nicht sogar 32 benötigt..  Die Folge war bei mehreren Szenen eine totale Überbelichtung. (Einen Graufilter mit 44mm-Gewinde konnte ich nirgendwo entdecken.) 

Geschrieben

Man nehme immer ein paar Gelatine-Filter mit,

von denen man bei Bedarf fĂŒr eine Aufnahme eines einfach vors Objektiv hĂ€lt.

Man trÀgt nicht schwer daran. MIttel- bis langfristig lohnt sich die Suche nach

passenden Glasfiltern.

 

Das FILTIN-Yvar, ein Triplett, hat vier Filter eingebaut, Gelb-Rot-85-Skylight.

 

Mit drei Linsen können nicht alle optische Fehler korrigiert werden, insbesondere bei den Farben. Die meisten Triplette sind fĂŒr den Spektralbereich von GrĂŒn bis Rot korrigiert. Die kurzwelligen Anteile von Ultraviolett bis Blau lassen sich mit allen vier Filtern dĂ€mpfen. FĂŒr Schwarzweißfilm kommt das Wratten-Filter 85 eigentlich nicht in Frage, es ist das Konversionsfilter fĂŒr Kunstlicht-Farbenfilme im Tageslicht.

 

Bei Sonnenschein bewirkt das Gelbfilter starke DĂ€mpfung von Violett und Blau, die Bilder gewinnen an SchĂ€rfe und Plastik. Mit dem Rotfilter wird auch noch GrĂŒn gedĂ€mpft, Laub und Gras kommen dunkler und Wolken vor dem Himmel werden ganz deutlich. Das Skylightfilter schaltet nur UV aus, was bei weniger guten LichtverhĂ€ltnissen nĂŒtzlich sein kann. Die LĂ€nge des gelben und des roten Striches bei der Filtermarke am Schaltring zeigt die erforderliche Blendenkorrektur an, eine Blendenstufe fĂŒrs Gelb- und zwei Blendenstufen fĂŒrs Rotfilter. Bei Verwendung des Konversionsfilters sollte am Belichtungsmesser ein gleiches Filter vorgesetzt werden. Der richtige Blendenwert kommt dann von selbst heraus. Man kann auch die Blende um ⅔ Stufen weiter öffnen. FĂŒr das Skylight-Filter ist keine Blendenkorrektur notwendig.

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb Carena48:

Ich habe das Problem bei einer Carena Zoomex Reflex Variogon. Die geht nur bis Blende 16 und letztes Wochenende hĂ€tte ich mehrmals mindestens Blende 22, wenn nicht sogar 32 benötigt..  Die Folge war bei mehreren Szenen eine totale Überbelichtung. (Einen Graufilter mit 44mm-Gewinde konnte ich nirgendwo entdecken.) 

 RAF Camera in Moskau (!) liefert exotische Step-up-Ringe, so z.B. fĂŒr das Angenieux 17-68 oder das 9,5-57, letzteres mit einem 65 mm Filtergewinde.

Geschrieben (bearbeitet)

Das ist ja mal clever und innovativ gelöst gewesen mit diesen Filtin-Objektiven, genial, nur leider sehr teuer.

Mir kam zwischendurch noch ein anderer Gedanke bezĂŒglich der Bolex 8 Kameras: Welchen Vorteil bringen mir eigentlich die schweren, teuren H8 Kameras im Vergleich zu den kleinen, kompakten und eher billigen C-Modellen? Das die H8 30m Spulen aufnehmen kann ist klar. Aber davon mal abgesehen, wo liegt fĂŒr mich der Vorteil, bezogen auf das Endergebnis? Alle haben D-Mount, viele Revolver, die gleichen Zeiten, RĂŒckspulmöglichkeit, verstellbare Sektorenblende,(alles je nach AusfĂŒhrung, L, oder so). Das heißt fĂŒr mich, ich hĂ€tte doch mit der C8-Serie von Bolex die gleiche Leistung, wenn man so will, im "Jackentaschenformat", wĂ€hrend die H8-Reihe doch schon recht sperrig und schwer ist. Was ĂŒbersehe ich da?

Bearbeitet von SteffenK
Tippfehler (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Die H 8 nimmt 100 Fuß Film auf fĂŒr 8000 Bilder in Reihe. Laufzeit 8'20" bei Tempo 16

 

Die frĂŒhen Modelle haben 190 Grad VerschluĂŸĂ¶ffnungswinkel. Die Kamera fĂ€delt den Film automatisch ein, erlaubt unbegrenzte Filmbewegung rĂŒckwĂ€rts wie vorwĂ€rts, hat die Einzelbildfunktion Langzeit (mit Drahtauslöser), EinzelbildzĂ€hler, lĂ€uft von 8 bis 64 B./s und hat ein mattiertes Einstellprisma. Die Kamera zĂ€hlt mit dem Rackoveruntersatz zu denjenigen des Umlagerungssystems, wo das Aufnahmeobjektiv in die selbe Lage zurĂŒckgebracht wird, die es fĂŒr die Einstellung eingenommen hat.

 

Die H 8 hat Vor- und Nachwickelzahntrommel, damit gleichbleibend große Filmschleifen und Kraftentkopplung von den Spulen. Das trĂ€gt zu Filmschonung und gutem Bildstand bei. 30 Meter Film auf Spule wĂ€ren zu viel Masse fĂŒr bloßen Greifertransport. Bei jĂŒngeren Modellen kannst du Elektromotoren ansetzen, sogar gequarzte. Der Revolver der H ist grĂ¶ĂŸer als der der C, es haben dickere Optiken nebeneinander Platz.

Geschrieben

Verstehe. Das hauptsĂ€chlich schlagende Argument fĂŒr mich ist natĂŒrlich der bessere Bildstand. DafĂŒr alleine wĂŒrde ich die grĂ¶ĂŸere H8 mitschleppen, wenn ich denn eine hĂ€tte ? . Daran lĂ€sst sich natĂŒrlich nichts wegdiskutieren. Die anderen "features" brĂ€uchte ich persönlich nicht unbedingt, (gut, der Prismensucher ist auch noch eine feine Sache.)

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb jacquestati:

RAF Camera in Moskau (!) liefert exotische Step-up-Ringe,

und genau das mit den Step-Up-Ringen fiel mir gestern ein! Ich habe einen ganzen Satz von diesen Ringen schon lĂ€ngere Zeit aus China hier und auch einen 58mm-Graufilter fĂŒr die Pentaflex 8, nur keinen Ring von 44mm auf 49mm. Bei eBay gibt es den und so habe ich einen gekauft. Somit passt der Filter auch auf die Carena.

STEP UP RINGE 1.JPG

STEP UP RINGE2.JPG

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb SteffenK:

 Alle haben D-Mount

Die H8-Kameras haben C-Mount, wie die großen 16mm-Schwestern.

Es gab, soviel ich weiß - Bolex-Experten korrigiert mich wenn es sein muss- 3 ganz speziell fĂŒr 8mm gebaute Festbrennweiten mit C-Mount und 1 Zoom-Objektiv

Geschrieben
vor 59 Minuten schrieb SteffenK:

Das hauptsĂ€chlich schlagende Argument fĂŒr mich ist natĂŒrlich der bessere Bildstand.

 

Da hab’ ich mich unklar ausgedrĂŒckt. Der Bildstand der Taschenkameras ist nicht a priori schlechter. Die haben einen anders gestalteten Filmkanal und mit den SpĂŒlchen funktioniert einfacher Greifertransport gut. Es ist sogar so, daß die alten H 8 den Positionierabstand +5 haben, d. h. der Greifer verlĂ€ĂŸt den Film im fĂŒnften Perforationsloch, von der optischen Achse aus gezĂ€hlt. Ab 1954 ist der Pa. +3 und stimmt mit dem der Projektoren M 8 und 18-5 (und anderen Marken) ĂŒberein. Wenn die Geometrie der GerĂ€te gleich ist, verlieren Lochteilungsfehler der Perforation ihre Wirkung, der Bildstand ist besser. Wie @Friedemann in einem Thread ĂŒber Super-8-Material gezeigt hat, treten Lochteilungsfehler hauptsĂ€chlich ĂŒber die Lochgruppen auf, die gestanzt werden. Die Perforierapparate schneiden Lochgruppen, im Format 35 jeweils vier Lochpaare (oder die acht Löcher um ein Bild herum), im Format 16 jeweils drei. Bei DS-8 und D.-8 kommt es auf den Apparat an. Mehrere Filmfabriken hatten auch kontinuierlich wirkende Perforieranlagen. Bei Eastman-Kodak wurde ab etwa 1948-49 einiges an Kinefilm mit den so genannten T-perforators konfektioniert. Die spuckten etwa drei Mal schneller Perforiertes aus als die intermittierenden. Nur um eine Ahnung vom Volumen zu geben: 1913 war der Ausstoß von Agfa 30'000 Kilometer, 1922 der von Eastman-Kodak 236'500 Kilometer. Die Rohfilmhersteller hatten richtig zu tun beim Perforieren. Die Reparaturwerkstatt von Eastman-Kodak nur fĂŒr die Perforiermaschinen hatte in den besten Zeiten 60 Angestellte.

 

Allein beim Normalfilm waren ab 1952 vier Lochtypen in Gebrauch (die Bell-&-Howell-Form, spĂ€ter ISO 491-N, Kodak-Standard alias ISO 491-P, Dubray-Howell und fĂŒr CinemaScope das so genannte Fox hole). Bei Kodak wurde bemerkt, daß 16-mm-Film kontinuierlich perforiert kaum schlechteren Bildstand bringt. In den 1980er Jahren nahm man dann wieder Abstand davon und verkaufte wie sonst intermittierend gelochten Schmalfilm mit „reduced tolerance perforation“.

Geschrieben

Wie verhĂ€lt es sich eigentlich mit der MR8 von Beaulieu? Die ist wesentlich gĂŒnstiger erhĂ€ltlich, als eine Bolex H8. Auch noch eine gute Alternative? 

Geschrieben (bearbeitet)

Leider gibt es bei ebay auch immer wieder Beaulieu MR8 Kameras, die nicht mehr so gut sind. Da gehört etwas GlĂŒck dazu, eine noch brauchbare zu erwischen. Eine MR8 sollte gewartet werden, dann ist das eine wunderbare Kamera (eine meiner 3 wurde vom Filmtechniker gewartet).

Ich finde insbesondere den Sucher deutlich besser (da Spiegelreflex), als den der kleinen Bolex (Schachtsucher, mit Maske, die Richtung Tele nur den Blickwinkel reduziert). Die MR8 hat eine verstellbare Sektorblende und EinzelbildzĂ€hlwerk. Recht selten ist die TR8 AusfĂŒhrung mit Revolver fĂŒr 3 Objektive zu finden, aber man kann bei der MR8 natĂŒrlich auch mit einer Festbrenweite schön filmen! Von der MAR8 wĂŒrde ich eher abraten, da ich nicht sagen kann, ob sich die Objektive hier wechseln lassen und ob sich die Blende von Hand einstellen lĂ€sst.

 

Ulrich

Bearbeitet von uhuplus (Änderungen anzeigen)

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