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Geschrieben (bearbeitet)

Was haltet ihr von der Zeiss IKON Kinobox? Meines wissens nach, ein Vorläufer der TK35. Einige Teile finden sich
nahezu 1:1 in ihr wieder.

Ist sie auch heute noch zu empfehlen? Ist ja fast so häufig anzutreffen wie die Sono-

lux.
Die Aufstellung dürfte von allen Wanderkinos am einfachsten sein. Es gab wohl eine Variante mit und eine ohne Ton.

Bearbeitet von Jonas4125 (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Die Phonobox von der Mechanik her ist nur bedingt vergleichbar mit der TK35. Kleine ABschnitte der Filmführung mögen ähnlich erscheinen, allerdings ist sie bei näherer Betrachtung doch deutlich anders.

Zu unterscheiden ist die Kinobox der alten Generation (relativ quadratischer Koffer, mit Filmspulen übereinander laufend) von der neueren Version, die auch unter dem Namen Phonobox in der Tonversion und Kinobox in der Stummversion rangierte. Zur ersten Generation sag ich nichts: Das ist was fürs Museum und nichts zum Benutzen. A Geraffel halt. Zur neueren Verion (rechteckiger, relativ breiter Koffer):

Aus eigenen Versuchen kann ich sagen: SIe ist, wenn gut überholt, filmschonender, als eine TK. Das Durchzugtongerät funktioniert, ist aber hier das MINUS bei der Filmschonung, da eine rotierende Tonbahn fehlt.

Weiterhin passen keine normalen 600M SPulen rein. Man müsste sie aus dem meist zergammelten Koffer ausbauen und etwas anders aufbauen.

Wie Martin bereits schrieb: Ein Sonolux 2 ist da um Welten besser. Bei richtiger Bedienung. Die Röhrenlampe ist am besten gegen 400W Halogen auszutauschen, dann kann der original Trafo (schwer!) wenn man möchte einigermaßen weiter benutzt werden. Bei Bedarf hätte ich aber noch einige gebrauchte rumliegen. Ein Umbau auf 900W China-Xenon ist auch eine Option...

Thomas007 kann Dir zum SOnolux 2 viel erzählen und Du findest dazu auch einiges hier im Forum aus früherer Zeit.

Wenn Du über die Anschaffung solchen Gerätes nachdenkst: Klare Empfehlung: Kauf Dir lieber einen Sonolux! Der ist zwar schwer, aber robust und gut. Die Phonobox ist auch gut und haltbar, aber für eine regelmäßige Benutzung (auch wenn das in der Vergangenheit viele Jahre / Jahrzehnter so gemaht wurde), empfiehlt sie sich nicht mehr.

Der Sonolux hat im Prinzip ein normales Bauerwerk, allerdings nicht aus Stahl, sondern des Gewichts wegen aus Alu. Das Maltesergetriebe ist nicht gekapselt und läuft offen im Werk und damit das ganze nicht so viel Krach macht, hat man die ganze Kiste in einen praktischen Koffer eingebaut, gleich zusammen mit Tongerät und der Projektionslampeneinheit und dem Motor. So wiegt der Koffer seine 65kg. Tragbar am besten zu zweit, oder über neu eingezogene Schulterriemen einem Rucksack gleich auf dem Rücken.

 

Und wenn DU doch eine Ecke mit genügend Platz hast und stehst auf die guten alten Maschinen, anstatt auf die verschleißteilanfällig, doch allseits beliebte FP30, dann kauf DIr lieber gleich eine hübsche Bauermaschine, eine Ernemann 7b, 9 oder 10 (bitte keine 8a / b, das hatten wir schon oft genug hier im Forum mit den Pertinaxzahnrädern) mit Gusseisenfuß. Selbst eine Frieseke und Höpfner würde ich einer TK oder einer Kinobox vorziehen (wohl aber eher nicht unbedingt einer SOnolux 2).

 

  • Thumsbup 1
Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb Dent-Jo:

Weiterhin passen keine normalen 600M SPulen rein. Man müsste sie aus dem meist zergammelten Koffer ausbauen und etwas anders aufbauen.


Habe ich tatsächlich mal gesehen. Das Laufwerk wurde einfach auf und an jeweils ein neues helles Holzbrett montiert.

Geschrieben

Anmerkung: Bei meiner Phonobox war eine rotierende Tonbahn, alle vier Rollen an der Toneinheit liefen einwandfrei, eine davon mit einer Schwungrolle, der Ton war sehr gut und ich habe später sogar auf Stereo umgebaut, meine Filme ( unter anderem „Die Klapperschlange“, Ben Hur, Doctor Schiwago, Das Dschungelbuch und viele mehr ) liefen ohne Probleme und Schaden durch den Projektor.

Ich hatte auch eine Sonolux, sicherlich besser als die Phonobox, aber die hätte ich nie in dem geblimmten Gehäuse verbauen können, somit hörte man bei dieser Wahl kein Projektorgeräusch, da ich im Wohnzimmer vorgeführt habe.IMG_8608.thumb.jpeg.07b91a78ce110c4cdae38e16a244e327.jpeg

Geschrieben

Die Phonobox auf den Bildern hat aber eine feststehende Tonbahn. Mag sein, dass da eine Schwungmasse an einer der Umlenkrollen angebracht wurde, aber eine rotierende Tonschwungbahn hatte die Phonobox nie.

Deine Konstruktion ist recht interessant. Ist der Projektormechanismus da ein einem Debrie-Blimp verbaut?

Geschrieben

Wollte ich auch gerade sagen Eine feststehende Tonbahn liegt vor, wenn der Teil des Tongeräts, auf dem der Film gleitet und an dem die Spaltoptik und die Photozelle in Kombination die Tonspur abtasten unbeweglich ist. Das Gegenteil ist eine rotierende Tonbahn, wie bei Klangfilm Europa oder Bauer Roxy oder, etc. pp.

Man kann mit dem Tongerät der Phonobox durchaus sehr gute Ergebnisse erzieen. Den Unterschied merkt man erst mittels Testfilm und Tonhöhenschwankungsmessgerät.

Alleine auch die fehlende Pendelrolle wird einiges ausmachen.

Geschrieben

Ein Hallo aus Bremen, ihr habt recht, der Film liegt doch auf ein kurzes Stück auf, ( nicht so gut😕) ist mir vor 35 Jahren gar nicht bewusst gewesen, das Projektorgehäuse ist eine Debrie Kamera gewesen mit Doppelsperrgreifer, es wurden Innenaufnahmen ( Edgar Wallace) gedreht, man hörte absolut kein Geräusch, und somit für meine Projektion ideal.Ich konnte den schweren Projektorkasten runterkurbeln, ( vorher die 1800m Spulen mussten natürlich entfernt werden, dann hatte man nur den Unterschrank gesehen, sonst nichts, alles gut versteckt😊, als Friktion habe ich von einer Askania Motor und Spulenaufnahme genommen, war absolut leise.

IMG_8607.jpeg

IMG_8614.jpeg

  • Thumsbup 1
Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb TK-Chris:

Ist der Projektormechanismus da ein einem Debrie-Blimp verbaut?


Sieht so aus, nur eben in schwarz, statt silber. Siehe Filmmuseum Deidesheim: https://3f-museum.de/38-super-parvo-color/
 

super-parvo-color.jpg

Nachtrag: @phonobox 35 hat bestätigt, dass es ein Debrie-Blimp ist.

Ich kenne einen ehem. DEFA-Kameramann für Dokumentarfilme, der auch mit Debrie Parvo gedreht hat.

Wie funktioniert eigentlich der Aufzug des Projektors? Über Schraubzylinder?
 

Bearbeitet von Martin Rowek (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Nachtrag zu den vielen Schaltern: Die Leinwand und Vorhänge waren versteckt, somit konnte ich mit vielen Getriebemotoren erstmal den Verdunklungsvorhang von der Seite herholen, dann kam von der Decke ( selbst gebaut ) anschließend ein Raffvorhang von oben und zur guter letzt die Kaschierungen für Breitwand und CS links und rechts. Da ich keine Effektlautsprecher ( damals gab es sowas noch nicht im Kino ) habe ich im Ohrensessel ( selbst gebaut ) oben Lautsprecher eingebaut, und große Basslautsprecher im Fußboden, die wurden bei Actionfilme durch einen zweiten Verstärker aktiviert😊es rumste dann im ganzen Wohnzimmer. Wer gerne mal Fotos sehen möchte, mein Album ist voll davon.

IMG_8612.jpeg

IMG_8613.jpeg

Geschrieben

Da Freut sich der Tüftler 🙂 Gefällt mir, auch die Umsetzung, da hast Du dir vorweg einige Gedanken gemacht.

 

Darf ich fragen, was aus der Kamera geworden ist? Gibts die noch?

Geschrieben

Die Kamera habe ich an einem Filmfreund in Frankfurt verkauft, er wollte sie als Trickkamera „ umbauen“ 🤔.

Nachtrag: Die Leinwand kam auch per Motor von der Decke, die Getriebemotoren stammten alle von einer Rock Ola Musikbox ( ich war seinerzeit Automatentechniker )später in verschiedenen Kinos als Leiter und Vorführer tätig und konnte dann vor 10 Jahren mein Garagenkino eröffnen mit Bauer Maschinen ( 8/16/35) und für 70 mm habe ich ein Demo Gerät gebaut.

IMG_1144.jpeg

  • Like 2
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb phonobox 35:

... und konnte dann vor 10 Jahren mein Garagenkino eröffnen.

 

Heftig, dass das auch schon wieder 10 Jahre her ist! 

Geschrieben

Antwort an Martin: Der schwere Projektorkopf musste ca 60cm hochgekurbelt werden, es waren zwei vierkantige Rohre übereinander, mit einer Ratsche konnte man das Außenrohr „hochfahren“. Heute hätte man Kurbelstüzten genommen.


Hallo Thomas, es ist schon über 10 Jahre her, wäre toll wenn wir uns wieder einmal treffen würden😊ich habe gerade letzte Woche eine Wochenschau , danach tolle Werbefilme ( Coca Cola, Cinema, ) und den langen Langnese Eisfilm gezeigt, dann Pause ( mit Eiskonfekt) und nach Umbau ( CS Objektiv und Maske ) den BEN HUR Trailer gezeigt ( Kasch ging weiter auf).

IMG_1147.jpeg

IMG_1148.jpeg

  • Thumsbup 1
Geschrieben

Hallo CS Film, bisher sind nur ein paar Fotos hier gelandet, bin am überlegen, mein Album in der Galerie mal zu zeigen, es sind bestimmt interessante Fotos dabei, ich bin nun über 60 Jahre dabei🤔da kommt einiges zusammen…

„ Perforierte“ sind aber herzlich eingeladen…

  • Thumsbup 2
Geschrieben
vor 19 Stunden schrieb phonobox 35:

Die Kamera habe ich an einem Filmfreund in Frankfurt verkauft, er wollte sie als Trickkamera „ umbauen“ 🤔.


Ich glaube, ich weiß wen Du meinst und ich habe sie mal vor 24 Jahren angeboten bekommen, weil ich eine 35mm-Trickkamera bauen wollte. Ich habe dann eine Halbformat-Kamera mit TK35-MKG kombiniert, aber nie fertig gestellt und einige Jahre später fand ich eine motorisierte SLR-Halbformatkamera.

Übrigens finde ich Deine Phonobox auch sensationell.

Geschrieben

Ich glaube ich muss doch in der Galerie die Fotos bringen, es ist doch schön wer was bekommen und weiter gegeben hat😊Auch ich habe mal ein Halbformat Fotokamera für eine Aufnahme genommen!  1,5 m Diafilm ungeschnitten und ich konnte somit ein kurzen Hinweisfilm in 35mm für eine Musikgruppe präsentieren, leider war das Bild nicht stabil😕hier hätte die Debrie-Camera mit Doppelsperrgreifer sicher ein besseres Ergebnis ergeben. 
Warum  bei mir die Phonobox? Mein Vater hatte ein stationäres Kino mit Bauer A5  Maschinen und Kohle Lampenhäuser und noch ein Wanderkino mit Phonobox und Sonolux, diese habe ich dann übernommen, da mir die Sonolux zu schwer war, nahm ich immer die Phonobox. Mit Doppelanlage war es mir aber zu viel, somit wurde mit einer Maschine pausenlos vorgeführt mit einer Aknap- Vorrichtung , das heißt , die 600 m Akte wurden im Lauf zusammengeklebt…Heute undenkbar, weil leider viel geschnitten wurde…aber wir waren sowieso die letzten Abspieler, bekamen die schlechtesten Kopien und danach wurden sie sowieso vernichtet. Als Vater krank wurde musste ich mit 12 Jahren den Spielbetrieb aufrecht erhalten, somit war ich mehr im Vorführraum als in der Schule😊Ich denke noch ungerne an BEN HUR, 16 Akte 15 mal überblenden😕und mit Kohlebogen… mir taten die Füße weh…, dann ALAMO mit John Wayne , auch Überlänge und die schlechteste Kopie die ich vorgeführt habe… sie hatte viele Perfoschäden ( wie gesagt wir bekamen immer schlechte Kopien ) 5 x gerissen der Film, habe schon den Andruck im Bildfenster leichter eingestellt, aber die Bauer Maschine kannte kein Erbarmen… ein Pfeifkonzert kam vom Saal, ich hätte heulen können…

 

  • Like 2

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