Filmbetrachter weisen Polygon-Glasprismen auf, durch die das Licht hindurchläuft.
Der Mechau-Projektor funktioniert mit Oberflächenspiegeln, optisch eine andere Stufe. Zudem sind die Spiegelflächen nicht starr, sondern werden über Kurven zu einer Kippbewegung gezwungen, was eine noch bessere Bildstabilität ergibt. Theoretisch
Ein Grundproblem Mechaus Konstruktion konnte der Erfinder nicht lösen, weil es außerhalb der Projektionstechnik liegt, und zwar kann der Bildstand nicht besser sein, als was die Filmkopien mitbringen. Während in den 1920er Jahren noch viele Kopien intermittierend belichtet wurden, fehlte dennoch ein einheitlicher Bezug zwischen Perforation und Einzelbild. Bei kontinuierlich belichteten Positiven ist alles noch wackliger.
Diese Grundaufgabe der kinematografischen Filmtechnik, bestmöglicher ruhiger Stand des Laufbildes, ist bis heute nicht zufriedenstellend gelöst. Ausnahme stellen die Hintergrundprojektion dar und der Amateurkino, wenn ein und derselbe Film aus Kameras, die geometrisch mit dem Projektor übereinstimmen, gespielt wird oder wenn beim Kopieren die geometrischen Bedingungen eingehalten sind.
Der Mißerfolg war auch menschlichen Eigenschaften anhängig, nicht nur technischen. Die Vorführer pflegten die Mechau-Projektoren ungenügend, so daß es zu starke Abnutzung bei der Spiegelführung gab, Quietschen und Rattern und zittriges Laufbild waren die Folgen. Neben Schaltrollenprojektoren hat die Bequemlichkeit gut Platz, das Kreuzgetriebe arbeitet in geschlossener Ölkapsel.
Emil Mechau hat nach den Wechseln von Zeiss zu Leitz und dann zur AEG die Lust verloren. Zeiss-Ikon wurde ab 1925 neu ausgerichtet, Leitz verlegte sich ab 1929 (weitgehend erfolglos) auf den Schmalfilm, bei der AEG gab es Gewalten- und Arbeitsteilung bis ins Kleinste, die Zwangsjacke für den Erfinder.