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Lichtspieltheater der Jugend Frankfurt (Oder)


Empfohlene BeitrÀge

  • 1 Monat spĂ€ter...
Geschrieben

Eine Schande ist das, vor allem wenn man weiss, wie wunderschön und reprÀsentativ dieses Kino einmal war. :cry:

 

...nicht zu vergessen der rote Teppichboden, den glaube ich 99 % aller Ufa Kinos schmĂŒckte!

 

Die Seite ist im ĂŒbrigen sehr interessant. :D

Geschrieben
Eine Schande ist das, vor allem wenn man weiss, wie wunderschön und reprÀsentativ dieses Kino einmal war. :cry:

 

...nicht zu vergessen der rote Teppichboden, den glaube ich 99 % aller Ufa Kinos schmĂŒckte!

 

Die Seite ist im ĂŒbrigen sehr interessant. :D

 

Wenigstens steht es noch. Andere Kinos werden ja gleich nach dem letzten Kinotag dem Erdboden gleich gemacht. M. W. steht das GebÀude unter Denkmal- und Naturschutz, aufgrund der Bauart des GebÀudes und den darin enthaltenen FledermÀusen :-) Ein MÀusekino :-)

 

Dank Thomas ist der Thread wiederbelebt. Die Kinofreunde aus unserem komunalen Kino haben sich auch ĂŒber die Bilder gefreut :-) Sofort war klar, dass man das Lichtspieltheater wieder herrichten mĂŒsste, weil der Hörsaal nun wirklich kein Kinoambiente aufweist.

Geschrieben

Es ist schade um den Bau, denn Jugend war einer der der doch sehr seltenen Neubauten in der DDR. Und diese wurden gezielt als reprĂ€sentative SolitĂ€rbauten an prominenter Stelle erbaut. Gerade FdJ in FF(O) ist ein typischer Vertreter duieser Bauart, der klassische Fassade mit reprĂ€sentativer und und von außen ablesbarer Gliederung verbindet. Durchweg hochwertige Materialen, gepaart mit zeitgenössischer Kunst geben zu Recht denkmalschĂŒtzende Werte.

Doch interessiert sich da jemand fĂŒr? Die Abwicklung nach Anschluß an die BRD, und der Verkauf an "Privatisierer" (lat. privare = berauben), der auch dem Einigungsvertrag widersprach, ließ doch gar keine andere Wahl, als den mittelfristigen Untergang.

Nun ja, der "Alptraum in Rot" der Ufa Sanierungen, wie einige Leute die doch relativ hochwertigen Neuaustattungen nennen, passen eigentlich kaum zum Konzept des Architektenkollektives der Bauzeit, doch anders wÀrs wohl kaum einige Jahre gelaufen.

 

Heute im Istzustand wird da nie wieder Kino einziehen können, das ist einfach nicht bezahlbar.

Und irgendwann kommt dann doch der Bagger.

 

St

 

 

FrĂŒher kamen Filme nur im Kino am besten zur Geltung, doch neue hochqualitative High Definition-Heimsysteme wie HDTV, Blu-ray und Spielkonsolen neuester Generationen stellen eine ernsthafte Konkurrenz fĂŒr das Kino dar, denn sie liefern Bilder in erstklassiger QualitĂ€t, auch in 3D. Derzeitig ist nur der 4K-Standard in der Lage sogar die beeindruckensten HD-Heimsysteme zu ĂŒbertreffen, und damit den Kinobesuch wieder zu einem einzigartigen Erlebnis zu machen.

Geschrieben

Hallo Stefan, Du wandelndes Lexikon ;-)

 

Kinobetrieb wĂ€re möglich, die Frage ist, ob 1 Million € ausreichen, um das GebĂ€ude kompett zu restaurieren, auszurĂŒsten und auszustatten.

Geschrieben
Kinobetrieb wĂ€re möglich, die Frage ist, ob 1 Million € ausreichen, um das GebĂ€ude kompett zu restaurieren, auszurĂŒsten und auszustatten.

Wozu solche Investitionen? Heutzutage braucht man doch nur noch einen Billigbau mit dem (innen)architektonischen Charme einer Flughafen-Abfertigungshalle und ein paar dunklen RĂ€umen mit minimalistischer Ausstattung um die Besucher mit digitalen (3D)-Beamern "glĂŒcklich" (?) zu machen.

 

Die Zeiten des großen Kinos sind vorbei. Begraben und Geschichte. Leider!

Geschrieben
Kinobetrieb wĂ€re möglich, die Frage ist, ob 1 Million € ausreichen, um das GebĂ€ude kompett zu restaurieren, auszurĂŒsten und auszustatten.

Wozu solche Investitionen? Heutzutage braucht man doch nur noch einen Billigbau mit dem (innen)architektonischen Charme einer Flughafen-Abfertigungshalle und ein paar dunklen RĂ€umen mit minimalistischer Ausstattung um die Besucher mit digitalen (3D)-Beamern "glĂŒcklich" (?) zu machen.

 

Die Zeiten des großen Kinos sind vorbei. Begraben und Geschichte. leider!

 

Stimmt nicht, denn exklusives Kino wird wieder nachgefragt.

Geschrieben

Hallo Martin,

 

nur der Staat wÀre zu einer Reaktivierung fÀhig, wie beim Erstbau Mitte der 1950er (1956?) der Staat gebaut hat.

Ich rechne mit etwa 2,5 Mio - 3 Mio Euro, fĂŒr eine Rettung und Erstellung eines Kinos mit großem, klassischen Saal.

Mit Kinoabspiel ist das (schon gar nicht in FFO) zu verdienen, leider. Und daher wird sich auch kein kommerzieller Investor fĂŒr die Ruine finden.

Wenn aber die Stadt wollte, dann wĂŒrde das gehen, mit Landes-, Bundes- und Europamitteln, die sogar ausreichend zur VerfĂŒgung stehen, denn trotz aller gegenteiligen Bekundungen ist der Staat unendlich reich, und muß nicht wirtschaftlich denken, sondern nur etatgerecht.

Doch dafĂŒr brauchst Du eine politische Mehrheit, und die findet sich z.B. im bĂŒrgerlichen Lager der Systemparteien kaum, da bedarf es anderer politischer Konstellationen.

 

Vielleicht findet sich auch ein MĂ€zen (Ein MĂ€zen ist eine Person, die eine Institution, kommunale Einrichtung oder Person mit Geld oder geldwerten Mitteln bei der Umsetzung eines Vorhabens unterstĂŒtzt, ohne eine direkte Gegenleistung zu verlangen.), obwohl ich das bezweifele. Das heute ach so moderne "Sponsoring" erwartet idR eine direkt monetĂ€r ablesbbare Gegenleistung, und die ist bei solch einem Projekt nicht zu finden.

 

Traurig, denn neben dem Filmtheater in Stalinstadt ist FdJ in Frankfurt einer der bedeutensten Kinoneubauten der DDR (Berlin als Hauptstadt ist hier gesondert zu betrachten) gewesen.

 

Stefan

 

 

FrĂŒher kamen Filme nur im Kino am besten zur Geltung, doch neue hochqualitative High Definition-Heimsysteme wie HDTV, Blu-ray und Spielkonsolen neuester Generationen stellen eine ernsthafte Konkurrenz fĂŒr das Kino dar, denn sie liefern Bilder in erstklassiger QualitĂ€t, auch in 3D. Derzeitig ist nur der 4K-Standard in der Lage sogar die beeindruckensten HD-Heimsysteme zu ĂŒbertreffen, und damit den Kinobesuch wieder zu einem einzigartigen Erlebnis zu machen.

Geschrieben

Die Frage die ich mir stelle: Wie erstrebenswert ist es, einen solch wirklich sehr schönen Saal heute wieder in Betrieb zu nehmen, wenn man primÀr CS-Filme zeigen möchte?

Geschrieben

ich glaube kaum, dass es eine große Rolle spielt, ob CS oder BW.

Das wissen die Besucher doch vorher nichtmal.

Das is so, wie wenn ich sag, ich hab digital 3D und deswegen hab ich immer volles Haus.

Auf die GĂŒte des Films und das drumherum kommt es auch sehr an.

meine Meinung.

Geschrieben
Die Frage die ich mir stelle: Wie erstrebenswert ist es, einen solch wirklich sehr schönen Saal heute wieder in Betrieb zu nehmen, wenn man primÀr CS-Filme zeigen möchte?

 

Projektion in CS ist möglich. Das Kino wurde 1998 geschlossen. Es wurden also auch Filme in CS gezeigt. Den letzten Film, den ich in diesem Kino sah, war Titanic. Wie passend :cry: Einmal im Saal 1 und einmal in Saal 2. Dann Praktikum in einem Kurort-Kino und in der Zeit eröffnete ein Multiplex-Kino in der Stadt. Dort sank die Titanic noch einige Male ;-)

Geschrieben

Entschuldigt Leute, ich hatte den Saal gerade so in Erinnerung, als wĂ€re er fĂŒr Normalformat gebaut worden.

 

Stimmt natĂŒrlich nicht, sogesehen dĂŒrfte CS dort ganz passabel aussehen.

Geschrieben
Entschuldigt Leute, ich hatte den Saal gerade so in Erinnerung, als wĂ€re er fĂŒr Normalformat gebaut worden.

 

Stimmt natĂŒrlich nicht, sogesehen dĂŒrfte CS dort ganz passabel aussehen.

Anders als heute ĂŒblich, wurden Kinos in der damaligen Zeit - und das auch bzw. gerade in der DDR - von Fachleuten gebaut. Das sowohl in (Kino)architektonischer, als auch in (Kino)technischer Hinsicht, wie Raumaufbau, Projektion, Optik und Akustik.

 

Damals stand die maximale QualitÀt, gepaart mit - zugegeben sozialistischer - Baukultur im Vordergrund, denn Kinos waren eine soziale BegegnungsstÀtte und keine Popcorn-AbspielsstÀtten mit dem Anspruch, mit minimaler Investition ein Maximum an Gewinn heraus zu holen.

Geschrieben

Saal 2 war mein Lieblingssaal, weil hier der BWR gleich neben dem Eingang lag. Man konnte auch von der letzten Sitzreihe in den BWR gucken.

 

Auch hier war CS möglich. Vor und kurz nach der Wende, war Saal 2, aber ein Kinocafe bzw. wohl auch ein Ballsaal.

 

Es wÀre interessant, ob die Bausubstanz schon massiv durchfeuchtet ist und wieviel Asbest verbaut wurde.

Geschrieben
Entschuldigt Leute, ich hatte den Saal gerade so in Erinnerung, als wĂ€re er fĂŒr Normalformat gebaut worden.

 

Stimmt natĂŒrlich nicht, sogesehen dĂŒrfte CS dort ganz passabel aussehen.

Anders als heute ĂŒblich, wurden Kinos in der damaligen Zeit - und das auch bzw. gerade in der DDR - von Fachleuten gebaut. Das sowohl in (Kino)architektonischer, als auch in (Kino)technischer Hinsicht, wie Raumaufbau, Projektion, Optik und Akustik.

Einer der Hauptvorteile der damaligen Architetkur war auch die komplette Verwanzung.

 

Das dĂŒrfte man heute so gar nicht mehr machen.

 

Die ganze Kette an Entscheidungen durch die örtlichen FunktionĂ€re, und die Bewilligung der Investition durch das Politkomitee, das war schon toll im Vergleich zu heute. Da fĂŒhlte man sich schon als Teil eines grĂ¶ĂŸeren Ganzes.

 

Die paar Zensuren und Ausweisungen heimischer Nestbeschmutzer, also Regisseuren die allen Ernstes in den 80er Jahren den DDR-Sozailismus auch nur sozial hinterfragten, denen wurde da ja auch damals noch keine solide Basis verliehen, d.h. solchen "KĂŒnstlern" war damals in solchen Kinos der gehörige Einhalt geboten.

 

 

 

Damals stand die maximale QualitÀt, gepaart mit - zugegeben sozialistischer - Baukultur im Vordergrund, denn Kinos waren eine soziale BegegnungsstÀtte und keine Popcorn-AbspielsstÀtten mit dem Anspruch, mit minimaler Investition ein Maximum an Gewinn heraus zu holen.

Richtig, und Popcorn *gabs* damals obendrein auch keines.

Zugegebenermassen war solch eine soziale BegegnugsstĂ€tte ja auch grĂ¶ĂŸtenteils unabhĂ€ngig vom Pop*K*orn, da man man ja nicht ohne weiteres zu wichtigen Premieren Eintritt erhielt.

 

Es ist schon klasse, das solche Tempel der Zensur und Verblendung immer noch existieren. Grade wenn man -als Stasi ungeschĂ€digter- KinovorfĂŒhrer der 50er, 60er, 70er und 80er die ganzen Ausweisungen, Berufsverbote. Haft isw. nicht am eigenen Leobe erfuhr, sondern einfach schlicht die dementsprechenden Filme die nicht linientreu waren nicht bekam.

 

Und hey, die paar Jahre Knast fĂŒr ostdeutsche Filmemacher sollten heute nicht bewinselt werden. Solche *Weicheier* die sich damals mit der dem bezĂŒglichen Kino vorstehenden Staatssicherheitsorganen nicht arrangieren konnten, waren ja gewarnt und sind ja auch irgendwie selber schuld. Hoffentlich haben sie was daraus gelernt.

Geschrieben
Anders als heute ĂŒblich, wurden Kinos in der damaligen Zeit - und das auch bzw. gerade in der DDR - von Fachleuten gebaut. Das sowohl in (Kino)architektonischer, als auch in (Kino)technischer Hinsicht, wie Raumaufbau, Projektion, Optik und Akustik.
War es nicht das Cosmos, bei dem in der Planung der BWR vergessen wurde?
Geschrieben

Auch wenn es sich in den obigen BeitrĂ€gen vielmehr um die Architektur und/oder den Erhalt des Filmtheaters ging, hier vielleicht einmal ein paar Richtigstellungen bzw. ErklĂ€rungen (besonders fĂŒr "Erz-Wssies"):

 

Einer der Hauptvorteile der damaligen Architetkur war auch die komplette Verwanzung.

Das dĂŒrfte man heute so gar nicht mehr machen.

Wenn man das so liest, könnte man ja annehmen, daß jedes Kino, jedes Theater und jede SportstĂ€tte voller Abhöreinrichtungen gewesen sein muß. "Das Leben der Anderen" lĂ€ĂŸt grĂŒĂŸen!

Man bedenke aber - besonders in diesem speziellen Fall - einmal das Baujahr des Kinos. Jedem einigermaßen technisch versiertern Menschen dĂŒrfte klar sein, daß zu diesem Zeitpunkt die Technik (und gerade die in der damaligen DDR) noch nicht so weit gewesen ist,

‱ so einen materialintensiven und volkswirtschaftlich kaum zu vertretenden Aufwand zu betreiben

‱ die Mikrofone nicht nur sehr unempfindlich sondern in der Bauart auch entsprechend groß waren (Die alten Zylinder mit dem RöhrenvorstĂ€rker im Stativ)

‱ fĂŒr einen derartigen Aufwand ĂŒberhaupt kein Interesse bestand

‱ der BRD-Geheimdienst (BND) in dieser Hinsicht auch kein Kind von Traurigkeit war und ist!

 

Die ganze Kette an Entscheidungen durch die örtlichen FunktionĂ€re, und die Bewilligung der Investition durch das Politkomitee, das war schon toll im Vergleich zu heute. Da fĂŒhlte man sich schon als Teil eines grĂ¶ĂŸeren Ganzes.

Stimmt, da gebe ich Dir Recht. Da gab es aber noch einen gravierenden Unteschied zur BRD damals und heute:

‱ die damaligen politischen Organe waren nicht derartig stark mit der Bau- und sonstigen Wirtschaft involviert wie heute Gang und Gebe ist

‱ Auch wenn es sich fĂŒr BRD-BĂŒrger vielleicht merkwĂŒrdig anhört: Unsere WerktĂ€tigen waren stolz auf das Erreichte und auch auf solche Kinos.

 

Die paar Zensuren und Ausweisungen heimischer Nestbeschmutzer, also Regisseuren die allen Ernstes in den 80er Jahren den DDR-Sozailismus auch nur sozial hinterfragten, denen wurde da ja auch damals noch keine solide Basis verliehen, d.h. solchen "KĂŒnstlern" war damals in solchen Kinos der gehörige Einhalt geboten.

|...| Es ist schon klasse, das solche Tempel der Zensur und Verblendung immer noch existieren. Grade wenn man -als Stasi ungeschĂ€digter- KinovorfĂŒhrer der 50er, 60er, 70er und 80er die ganzen Ausweisungen, Berufsverbote. Haft isw. nicht am eigenen Leobe erfuhr, sondern einfach schlicht die dementsprechenden Filme die nicht linientreu waren nicht bekam. |...| Grade wenn man -als Stasi ungeschĂ€digter- KinovorfĂŒhrer der 50er, 60er, 70er und 80er die ganzen Ausweisungen, Berufsverbote. Haft isw. nicht am eigenen Leobe erfuhr, sondern einfach schlicht die dementsprechenden Filme die nicht linientreu waren nicht bekam.

 

Zensuren? EinschrĂ€nkungen? Berufsverbote (fĂŒr Lehrer, ja sogar fĂŒr BrieftrĂ€ger)? Verfolgung von Mitgliedern kommunistisch orientierter Parteien gerade in den 60er Jahren?

TĂ€usche ich mich da, oder gab es die nicht gerade in der damaligen BRD? Da wurde doch sicherlich und "demokratisch" jedem kleinen Filmemacher das örtlliche Kino als Publikationsbasis fĂŒr seine systemkritischen BeitrĂ€ge geöffnet. Oder etwa doch nicht?

 

Und hey, die paar Jahre Knast fĂŒr ostdeutsche Filmemacher sollten heute nicht bewinselt werden. Solche *Weicheier* die sich damals mit der dem bezĂŒglichen Kino vorstehenden Staatssicherheitsorganen nicht arrangieren konnten, waren ja gewarnt und sind ja auch irgendwie selber schuld. Hoffentlich haben sie was daraus gelernt

 

Mit dem Drangsalieren, Mundtotmachen, Verurteilen und Einsperren ihrer Systemgegner hat sich die BRD gerade in den spĂ€ten 50er bis Ende der 60er Jahre wohl in der Welt einen eher unrĂŒhmlichen Ruf eingehandelt.

Man erinnere dabei nur an die so genannten "68er"!

 

Richtig, und Popcorn *gabs* damals obendrein auch keines.

Zugegebenermassen war solch eine soziale BegegnugsstĂ€tte ja auch grĂ¶ĂŸtenteils unabhĂ€ngig vom Pop*K*orn, da man man ja nicht ohne weiteres zu wichtigen Premieren Eintritt erhielt.

 

Heutzutage gibt es zwar Popkorn, fragwĂŒrdig ist allerdings dessen Sinn und Notwendigkeit. Den dafĂŒr benötigten Mais haben wir damals jedenfalls an die Fische oder Schweine verfĂŒttert. Das machte dann wenigstens Sinn.

Stichwort Premieren:

Dieser "gesellschaftlich wichtige" Auftrieb von einigen A- und massenweise B- und C-"Promis" und dem, was sich sonst noch so auf den "roten Teppichen" rumlĂŒmmelt, ist wohl gerade heutzutage eine Schau von KuriositĂ€ten der besonderen Art, zu der das normale und hinterher dafĂŒr Geld zahlende Publikum eher in der Minderheit Zutritt hat.

 

Es ist schon klasse, das solche Tempel der Zensur und Verblendung immer noch existieren.

 

Ja, das ist Klasse, daß sie immer noch existieren. Denn sie stellen fĂŒr uns ein StĂŒck gelebte Geschichte dar.

Ansonsten könnte man ja auch den auf damaligen BRD-Gebiet stehenden Reichstag wegen seiner unrĂŒhmlichen Vergangenheit abreißen lassen oder die "Gold-Else" auf der SiegessĂ€ule (bei den gegenwĂ€rtig hohen Buntmetallpreisen) einschmelzen.

Und ich höre hier immer noch das (auch durchaus berechtigte Geschrei), wenn wieder einmal ein altes traditionsbehaftetes Kino auf BRD-Gebiet geschlossen und/oder abgerissen wurde.

Soweit zum Thema: Einheit und Gleichheit!

  • Like 1
Geschrieben

@E VII b: gut geschrieben - die richtige Antwort auf die Bemerkungen von oceanic - kann Dir nur zustimmen, obwohl ich ein Wessi bin :lol: :lol: :lol:

Geschrieben
War es nicht das Cosmos, bei dem in der Planung der BWR vergessen wurde?

:oops: Da gebe ich Dir vollkommen Recht.

Der BWR wurde aber in der Planung nicht vergessen, sondern nur als toter Raum - und das ohne ebenen Zugang - gebaut. Erst bei den Innenausbauarbeiten und als die Filmtheatertechnik dann anrĂŒckte, stellte man dann dieses Versehen wohl fest und schuf mittels einer separaten Treppe einen Zugang.

 

Zur "Ehrenrettung" der damaligen Architekten und Erbauer sei allerdings angemerkt:

Das "Cosmos" war - lange vor dem Bau des in der selben Straße befindlichen "Kino INTERNATIONAL" - das erste Kino der DDR, das in einer - fĂŒr die damaligen Zeit - sehr futuristisch anmutenden Bauform errichtet wurde und sollte somit auch entsprechenden Symbolcharakter fĂŒr das Kulturschaffen in der damaligen DDR im In- und Ausland haben. Man hatte zu dessen Planung mehrere Architektenkollektive (heute wĂŒrde man denglisch: Teams sagen) gegrĂŒndet, deren Mitglieder allerdings mehrheitlich im Sozialbau tĂ€tig waren, nun aber ihre inneren avangardistischen Neigungen hinsichtlich der Architektur freien Lauf lassen konnten.

"Viele Köche verderben den Brei" ... dieses alte Sprichwort ist dann beim Bau voll zum Tragen gekommen.

 

Übrigens: Dieses kleine "Mißgeschick" sollte damals und spĂ€ter eigentlich nicht an die breite Öffentlichkeit kommen, war aber dennoch (wenn auch hinter vorgehaltener Hand) immer wieder erheiterndes GesprĂ€chsthema auf allen Kino-Betriebsfeiern im ganzen Land. :P

Geschrieben

Die Fakten, von @VII B aufgezÀhlt, stimmen, kann ich aus der Wessie-Sicht bestÀtigen.

Zudem wĂ€re hinzuzufĂŒgen, wie man "alternative" Programmacher in West-Berlin (Zehlendorf) Anfang der 1970er Jahre als "schwule Kommunisten" ins "KZ" wĂŒnschte.

Die PrĂŒgelorgien der Brandt-Regierung wenige Jahre zuvor sind noch gut bekannt, die Diskriminierung und Kriminalisierung sozialen Protests zur Zeit der Hausbesetzerbewegung durch Richard von WeizsĂ€cker und Heinrich Lummer mir gut prĂ€sent.

 

Auch die Diskriminierung an "sozialdemokratischen" Schulen von aufgeweckten und zeitkritischen Jugendlichen (noch in den 1970er Jahren) sorgte mit politischer Zensur (also einfach mal eine "6" in einem Schulaufsatz, der eher als herausragend hĂ€tte bewertet werden mĂŒssen) fĂŒr Zerstörung von Existenzen und Laufbahnen.

 

Verwanzte Kinos haben ich zwar noch nicht gesehen, aber vielleicht meint @oceanic das von ihm gefĂŒrchtete Filmkorn, das er mit StaSi-Verwanzung verwechselte. :wink:

Falls wir mittlerweile gesamtdeutsch auf StaSi 2.0 zusteuern, verliert der repressiv-fĂŒrsorgliche Überwachungsstaat DDR zunehmend an Schrecken - obwohl es genug Schrecken gab.

 

Unter welchem politischen Vorzeichen auch immer: die Neubauwelle der Großfilmtheater in den 60's/70's war in der DDR vorbildlich wie von @VIIB beschrieben. Es gab sie auch noch im Westen durch die spĂ€ten Bauten der Cinerama Inc. (aufgrund des Hypes der Panorama-BildwĂ€nde), aber der Niedergang der Branche war ĂŒber all sonstwo spĂŒrbar.

 

Sehr vorbildlich auch das Rundkino in Dresden, das noch existiert, leider aber von Bank- und VersicherungsgebÀuden "verstellt" ist, was ihm seine Imposanz und magnetischte Anziehung raubt

 

Weder von Rundkino, Kosmos oder International ist mir eine Verwanzung bisher zu Ohren gekommen. Wenn's das gÀbe: wÀre durchaus interessant zu hören.

Geschrieben
... Sehr vorbildlich auch das Rundkino in Dresden, das noch existiert, leider aber von Bank- und VersicherungsgebÀuden "verstellt" ist, was ihm seine Imposanz und magnetischte Anziehung raubt ...
Schön, dass Du inzwischen das voll digitalisierte Rundkino als vorbildlich bezeichnest.

 

 

Im MÀrz 2009 hörte sich das noch ganz anders an:

Schlimm, wenn man am "Netz" klammert.

Das Programm sieht auch danach aus, die Defizite sind unĂŒbersehbar (und ebenso die alten Kamellen, die anderswo lĂ€ngst aus dem Spielplan gekippt wurden, weil keiner mehr kam).

(Siehe http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...7&start=15 )
Geschrieben
... Sehr vorbildlich auch das Rundkino in Dresden, das noch existiert, leider aber von Bank- und VersicherungsgebÀuden "verstellt" ist, was ihm seine Imposanz und magnetischte Anziehung raubt ...
Schön, dass Du inzwischen das voll digitalisierte Rundkino als vorbildlich bezeichnest.

Ich denke, @cinerama bezog sich damit auf die Grundarchitektur des damaligen "Rundkino" am Ende der Prager Straße in Dresden. Denn der Grundgedanke, in einem Haus zwei SĂ€le unterzubringen, war fĂŒr die damalige DDR kein Normalzustand.

Auch im Inneren (und ich hatte das GlĂŒck, als Lehrling sowohl die UP 70/0 im großen Saal, als auch den Prototyp der D 11X im kleinen "Studio" im Praktikum kurzzeitig erleben zu dĂŒrfen) war dieses Kino fĂŒr die damalige Zeit auf absolut höchstem Stand - und das sowohl von der Innenausstattung als auch von der Technik her.

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